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Rechtspopulismus in Italien. Erläutert am Beisp...
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten, Note: 1,5, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Soziologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit hat zum Ziel, zunächst den Begriff des Populismus näher zu beleuchten, ebenso mögliche gesellschaftliche Entstehungshintergründe zu benennen. Es soll ferner dargelegt werden, ob dem Populismus Anzeichen einer Ideologie nachgewiesen werden können. Daraufhin werden charakteristische Wesensmerkmale des Populismus bzw. populistischer Politik hinsichtlich Auftreten und Organisation identifiziert. Nach dieser theoretischen Vorarbeit wird am Fallbeispiel Italiens erläutert, wie es (rechts-)populistische Parteien bis zu einer Regierungskoalition schafften. Im Fall von Italien ist ein geschichtlicher Rückblick von Nöten, da bereits seit der Nationalstaatsgründung gesellschaftliche Probleme entstanden, die über die Jahre weiter existierten und teilweise nie aufgearbeitet wurden. Die neuen Bewegungen/Parteien, welche als (rechts-)populistisch charakterisiert werden können, stießen in diese Umbruchsphase vor und etablierten einen radikaleren Stil des "Politik-Machens". Dabei handelt es sich um drei Parteien, die in dieser Arbeit vorgestellt werden. Dies sind die Lega Nord, die Forza Italia und die Alleanza Nazionale, welche jeweils in ihrer Entstehungsgeschichte, ihren grundlegenden Zielen, ihrer Charakteristik sowie Gemeinsamkeiten und Unterschieden analysiert werden. Ebenso wird erläutert, wie die drei Parteien als (rechts-)populistisch beurteilt werden können und sogar müssen bzw. welches (rechts-)populistische Potential ihnen inhärent ist. Bezüglich der Lega Nord ist besonders herauszustellen, dass sie sich als Vertreter der Interessen des wirtschaftlich starken Nordens darstellen und entsprechend regionalistisch argumentieren. Im Fall der Forza Italia liegt das Augenmerk auf Silvio Berlusconi, einem Unternehmer, der seine eigene Partei gründete und mit Hilfe seiner medialen Macht diese an die Regierungsspitze führte. Die Alleanza Nazionale steht im Blickpunkt der Betrachtung einer Transformation von einer ehemals faschistischen Partei, zu einer rechtsdemokratischer Partei. Ein kurzer Abriss der aktuellen und wichtigsten politischen Ereignisse wird ebenso gegeben. Abschließend beendet ein Fazit, in dem der Rechtspopulismus am Fallbeispiel Italien zusammenfassend betrachtet wird, die Ausführungen dieser Arbeit.

Anbieter: buecher
Stand: 01.12.2020
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For the Many, not the Few
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Nach dem Wahlprogramm "For the Many, not the Few" von 2017 legte die Labour Party im Juni 2019 ein umfassendes sozialistisches Regierungsprogramm vor, das in diesem Band erstmals in einer deutschen Fassung dokumentiert wird: "Rebuilding Britain". Aus Labours Programmatik und der innerparteilichen Selbstaktivierung könnte für eine Linkswende in Europa gelernt werden.Seit Jeremy Corbyn im Herbst 2015 zum Parteivorsitzenden gewählt wurde, hat es in der Labour Party einen Aufbruch gegeben. Heute ist sie mit weit über 500.000 Mitgliedern die größte europäische Partei. Und sie konnte trotz innerparteilicher Kontroversen mit ihren programmatischen Vorschlägen 2017 einen erfolgreichen Wahlkampf führen. Auch während der Auseinandersetzungen um den Brexit ist in der Labour Party die Konkretisierung der politischen Ziele fortgeführt worden. Im Zentrum steht eine Neugestaltung der Ökonomie und eine Veränderung der Institutionen.Jeremy Corbyn und die auf eine Erneuerung drängenden Teile der Labour Party geben Antworten auf die Frage, wie die politische Wende nach dem Scheitern des neoliberalen Projekts mit einer Perspektive gesellschaftlicher Transformation verbunden werden kann. Sie machen zugleich deutlich, dass eine Erneuerung der europäischen Sozialdemokratie an die Überwindung der Austeritätspolitik geknüpft ist.Die Labour Party könnte zum Motor einer gesellschaftlichen Transformation werden - nicht nur in Großbritannien, sondern auch in anderen europäischen Ländern. Ihr Vorschlag, Austeritätspolitik durch eine inklusive Prosperitätsentwicklung zu ersetzen - mit einer Dezentralisierung der Finanzplanung, regionaler Entwicklungspolitik und einem "Green New Deal" -, kann die Debatten der Linken auch hierzulande beflügeln.

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Stand: 01.12.2020
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For the Many, not the Few
17,30 € *
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Nach dem Wahlprogramm "For the Many, not the Few" von 2017 legte die Labour Party im Juni 2019 ein umfassendes sozialistisches Regierungsprogramm vor, das in diesem Band erstmals in einer deutschen Fassung dokumentiert wird: "Rebuilding Britain". Aus Labours Programmatik und der innerparteilichen Selbstaktivierung könnte für eine Linkswende in Europa gelernt werden.Seit Jeremy Corbyn im Herbst 2015 zum Parteivorsitzenden gewählt wurde, hat es in der Labour Party einen Aufbruch gegeben. Heute ist sie mit weit über 500.000 Mitgliedern die größte europäische Partei. Und sie konnte trotz innerparteilicher Kontroversen mit ihren programmatischen Vorschlägen 2017 einen erfolgreichen Wahlkampf führen. Auch während der Auseinandersetzungen um den Brexit ist in der Labour Party die Konkretisierung der politischen Ziele fortgeführt worden. Im Zentrum steht eine Neugestaltung der Ökonomie und eine Veränderung der Institutionen.Jeremy Corbyn und die auf eine Erneuerung drängenden Teile der Labour Party geben Antworten auf die Frage, wie die politische Wende nach dem Scheitern des neoliberalen Projekts mit einer Perspektive gesellschaftlicher Transformation verbunden werden kann. Sie machen zugleich deutlich, dass eine Erneuerung der europäischen Sozialdemokratie an die Überwindung der Austeritätspolitik geknüpft ist.Die Labour Party könnte zum Motor einer gesellschaftlichen Transformation werden - nicht nur in Großbritannien, sondern auch in anderen europäischen Ländern. Ihr Vorschlag, Austeritätspolitik durch eine inklusive Prosperitätsentwicklung zu ersetzen - mit einer Dezentralisierung der Finanzplanung, regionaler Entwicklungspolitik und einem "Green New Deal" -, kann die Debatten der Linken auch hierzulande beflügeln.

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Stand: 01.12.2020
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Der Schneider von Ulm
46,00 € *
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Lucio Magri, eine der überragenden intellek tuellen Persönlichkeiten der italienischen Linken, untersucht in "Der Schneider von Ulm" die Ursachen für den Niedergang einer der mächtigsten und lebendigsten kommunistischen Parteien des Westens. Der letzte Kongress der italienischen Kommunisten, auf dem die Partei zu Grabe getragen wurde, tagte im Jahr 1991. Es war durchaus ein bewusster Freitod, angetrieben durch den Wunsch nach einem Neuanfang. Doch der fand niemals statt, und damit verlor die Welt ein unschätzbares politisches, organisatorisches und theoretisches Erbe. Die PCI markiert fast ein Jahrhundert italienischer Geschichte, von der Gründung im Jahre 1921 über den Partisanenkampf und die Wende von Salerno 1944, die Entstalinisierung von 1956, die lange Phase von 68 bis zum "historischen Kompromiss", schließlich die verpasste Gelegenheit zur demokratischen Transformation. Mit Strenge und Leidenschaft verbindet "Der Schneider von Ulm" eine originelle und kundige Interpretation der Geschichte des italienischen Kommunismus mit der Lebenserfahrung eines militanten "Ketzers". Das Ergebnis ist eine fesselnde Lektüre, die neben einem fundierten historischen Überblick zur Geschichte des west europäischen Kommunismus auch hochinteressante Aufschlüsse über das moderne Italien liefert.

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Stand: 01.12.2020
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Der Schneider von Ulm
47,30 € *
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Lucio Magri, eine der überragenden intellek tuellen Persönlichkeiten der italienischen Linken, untersucht in "Der Schneider von Ulm" die Ursachen für den Niedergang einer der mächtigsten und lebendigsten kommunistischen Parteien des Westens. Der letzte Kongress der italienischen Kommunisten, auf dem die Partei zu Grabe getragen wurde, tagte im Jahr 1991. Es war durchaus ein bewusster Freitod, angetrieben durch den Wunsch nach einem Neuanfang. Doch der fand niemals statt, und damit verlor die Welt ein unschätzbares politisches, organisatorisches und theoretisches Erbe. Die PCI markiert fast ein Jahrhundert italienischer Geschichte, von der Gründung im Jahre 1921 über den Partisanenkampf und die Wende von Salerno 1944, die Entstalinisierung von 1956, die lange Phase von 68 bis zum "historischen Kompromiss", schließlich die verpasste Gelegenheit zur demokratischen Transformation. Mit Strenge und Leidenschaft verbindet "Der Schneider von Ulm" eine originelle und kundige Interpretation der Geschichte des italienischen Kommunismus mit der Lebenserfahrung eines militanten "Ketzers". Das Ergebnis ist eine fesselnde Lektüre, die neben einem fundierten historischen Überblick zur Geschichte des west europäischen Kommunismus auch hochinteressante Aufschlüsse über das moderne Italien liefert.

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Stand: 01.12.2020
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Chinese Politics
25,00 € *
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China hat einen rasanten Aufstieg zu einem zentralen Akteur der globalen Politik vollzogen. Die Diskussion der Rolle Chinas in der Welt folgt jedoch weiterhin oft Kategorien und Modellen, die diese Transformation nicht abbilden. Das Lehrbuch führt den Leser in die Grundlagen der chinesischen Staatsphilosophie und der politischen Geschichte sowie die Institutionenordnung der chinesischen Politik ein. Es unternimmt eine theoriegeleitete Analyse ausgewählter Teilfelder der chinesischen Politik und diskutiert theoretische Konzepte und Modellbildungen chinesischer Politikwissenschaftler. Berücksichtigt werden neben dem Ein-Partei-Staat der VR China auch die Grundmuster der chinesischen Sonderverwaltungsregionen (Hongkong, Macau) wie auch die Sonderrolle Taiwans. Testimonial "Much more than an ordinary textbook, Noesselt presents a comprehensive and dynamic analysis of Chinese political thinking, organization, and course of development. This is an original work of great insight, well grounded in China's own discourse about politics. It well rewards a close reading." Brantly Womack (Professor of Foreign Affairs, University of Virginia) "Noesselt shows how understanding China's international behaviour and global aspirations requires both area-studies type in-depth knowledge of Chinese domestic politics and also international relations disciplinary expertise. Fortunately for the reader, she has both in abundance." Shaun Breslin (Professor of Politics and International Studies, University of Warwick) Prof. Dr. Nele Noesselt's text is both comprehensive and readable, exploring the Chinese debates and the policy decisions. This in-depth treatment allows readers to understand how China sees the issues it is facing and what China's growing role in the world means for outsiders. Highly recommended. Joseph Fewsmith (Professor of International Relations and Political Science, Boston University) Traversing a variety of practical and scholarly divides, in Chinese sites on the one hand - historical/contemporary, domestic/international, central/local, and individual/institutional - and discursively on the other - social science/ideology, English/Chinese representations, and multiple PRC policy school perspectives-, Nele Noesselt demonstrates why and how understanding China can and must move beyond oversimplifying binaries. Shih Chih-yu (Professor of Cultural Studies and China Studies, National Taiwan University) This is a truly ground breaking textbook. Taking seriously the notion that Chinese concepts, debates, and institutions are crucial to understanding China's rise, it draws on a wide range of accessible materials to interweave China's domestic politics with its international aspirations. Julia C. Strauss (Professor of Chinese and Comparative Politics, University of London) Challenging and engaging, Nele Noesselt's book offers a sophisticated and insightful account of contemporary Chinese politics, ranging from the historical and philosophical foundations of the Chinese political system, the interplay between formal and informal institutions and policy processes, to the causal relations between the national and global dimension of Chinese politics. This is an outstanding textbook, which provides students with foundational knowledge and critical analytical skills to understand ever-changing politics and policy processes of the next superpower. Yongjin Zhang (Professor of International Politics, University of Bristol)

Anbieter: buecher
Stand: 01.12.2020
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Chinese Politics
25,70 € *
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China hat einen rasanten Aufstieg zu einem zentralen Akteur der globalen Politik vollzogen. Die Diskussion der Rolle Chinas in der Welt folgt jedoch weiterhin oft Kategorien und Modellen, die diese Transformation nicht abbilden. Das Lehrbuch führt den Leser in die Grundlagen der chinesischen Staatsphilosophie und der politischen Geschichte sowie die Institutionenordnung der chinesischen Politik ein. Es unternimmt eine theoriegeleitete Analyse ausgewählter Teilfelder der chinesischen Politik und diskutiert theoretische Konzepte und Modellbildungen chinesischer Politikwissenschaftler. Berücksichtigt werden neben dem Ein-Partei-Staat der VR China auch die Grundmuster der chinesischen Sonderverwaltungsregionen (Hongkong, Macau) wie auch die Sonderrolle Taiwans. Testimonial "Much more than an ordinary textbook, Noesselt presents a comprehensive and dynamic analysis of Chinese political thinking, organization, and course of development. This is an original work of great insight, well grounded in China's own discourse about politics. It well rewards a close reading." Brantly Womack (Professor of Foreign Affairs, University of Virginia) "Noesselt shows how understanding China's international behaviour and global aspirations requires both area-studies type in-depth knowledge of Chinese domestic politics and also international relations disciplinary expertise. Fortunately for the reader, she has both in abundance." Shaun Breslin (Professor of Politics and International Studies, University of Warwick) Prof. Dr. Nele Noesselt's text is both comprehensive and readable, exploring the Chinese debates and the policy decisions. This in-depth treatment allows readers to understand how China sees the issues it is facing and what China's growing role in the world means for outsiders. Highly recommended. Joseph Fewsmith (Professor of International Relations and Political Science, Boston University) Traversing a variety of practical and scholarly divides, in Chinese sites on the one hand - historical/contemporary, domestic/international, central/local, and individual/institutional - and discursively on the other - social science/ideology, English/Chinese representations, and multiple PRC policy school perspectives-, Nele Noesselt demonstrates why and how understanding China can and must move beyond oversimplifying binaries. Shih Chih-yu (Professor of Cultural Studies and China Studies, National Taiwan University) This is a truly ground breaking textbook. Taking seriously the notion that Chinese concepts, debates, and institutions are crucial to understanding China's rise, it draws on a wide range of accessible materials to interweave China's domestic politics with its international aspirations. Julia C. Strauss (Professor of Chinese and Comparative Politics, University of London) Challenging and engaging, Nele Noesselt's book offers a sophisticated and insightful account of contemporary Chinese politics, ranging from the historical and philosophical foundations of the Chinese political system, the interplay between formal and informal institutions and policy processes, to the causal relations between the national and global dimension of Chinese politics. This is an outstanding textbook, which provides students with foundational knowledge and critical analytical skills to understand ever-changing politics and policy processes of the next superpower. Yongjin Zhang (Professor of International Politics, University of Bristol)

Anbieter: buecher
Stand: 01.12.2020
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Der kurze Frühling des Alexander Dubcek
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"Alexander Dubcek ist zweifellos der berühmteste Slowake. Er ist untrennbar mit dem historischen Jahr 1968 verknüpft, das nicht nur unsere Geschichte, sondern die Geschichte Europas beeinflusst hat. Für meine Generation sind die Ereignisse der Jahre 1968 - 1969 nicht bloß Geschichte, sondern Teil unseres persönlichen Lebens. Ich selbst habe versucht, diese Zeit in einem autobiographischen Roman zu beschreiben. Der Prosaschriftsteller Lubo? Jurík hat sich nun der nicht einfachen Aufgabe gestellt, die Lebensgeschichte des Politikers Dubcek, der ja ursprünglich genau dem Klischee des eingefleischten kommunistischen Funktionärs entsprach, in ein Buch zu gießen. Jurík wählt dafür das literarische Genre des politischen Romans, in dem sich die Beschreibung der Fakten mit literarischer Fiktion überschneidet. Er konzipierte den Roman als Dubceks Erzählung in der ersten Person. Dubceks Dialogpartner ist der Arzt im Krankenhaus, in dem sich der Politiker nach seinem schweren Autounfall befindet. Dieser Arzt setzt Dubceks Meinungen seine eigene Stimme entgegen. Zweite Gesprächspartnerin ist eine Krankenschwester, die für die jüngere Generation steht. Sie weiß vom Jahr 1968 fast nichts und hat zu Dubceks Wirken keinerlei Beziehung. Dubceks Geschichte, mit dem Schlüsseljahr 1968, steckt voller Paradoxien und Widersprüche. Wie konnte aus dem professionellen kommunistischen Funktionär, geschult in der UdSSR, ein Verfechter der Demokratisierung und ein Symbol für den gesamtgesellschaftlichen Widerstand gegen das Diktat Moskaus werden? Wie konnte im Sommer 1968 dieser kommunistische Apparatschik die tschechische und slowakische Nation um sich einen, sodass ihn ein Teil der Kommunisten hasste und Millionen Nichtkommunisten unterstützten? Dubceks Aufstieg wies Züge auf, die sich von den Ereignissen in den anderen Satellitenstaaten (Ugarn 1956, Polen 1981) unterscheiden. Er wollte auf unblutigem Weg durch schrittweise Transformation Veränderungen von oben erreichen. Sicher spielten dabei auch die historischen Traditionen eine Rolle. Denn "von oben" kamen auch die Reformen Maria Theresias und Josefs II. Jurík beschreibt detailgenau den Machtkampf, den Dubcek und seine Leute an zwei Fronten führen mussten. Zum einen im Inneren der Partei, zum anderen mit der Moskauer Zentrale. Der Schatten des bewaffneten Einmarsches hing von Anfang an über Dubceks friedlicher und etwas naiver Vorstellung vom "Sozialismus mit menschlichem Antlitz". Bis heute drängen sich Fragen auf, ob man den Einmarsch hätte vermeiden oder wenigstens hinauszögern können, welche Rolle einige unüberlegte Aktionen der tschechischen liberalen Elite spielten usw. Jurík hat diese Ereignisse genau erfasst. Das Buch ist auch eine Chronik des Scheiterns, das sowohl auf den äußeren Druck als auf persönliche Eigenschaften zurückzuführen war. Wir lesen auch von Dubceks nichtöffentlichen Protestversuchen, von den Gründen, warum er die Charta 77 nicht unterschrieb hat, und wie sein Leben im Visier der Geheimpolizei aussah. Der letzte Teil des Buchs handelt von Dubceks Comeback nach dem November 1989, von seiner eigenartigen Beziehung zu Václav Havel, der Wiederbelebung der Sozialdemokratie und den triumphalen Auslandsreisen. Es ist auch ein Dokument der Ratlosigkeit, wenn der Kapitalismus alles niederwalzt und die Vision eines "dritten Weges" in weite Ferne rückt. Für viele in der Slowakei bleibt bis heute unbegreiflich, warum Dubcek sich so ablehnend zur Unabhängigkeit der Slowakei stellte. Auf kluge Weise vermittelt das Buch Dubceks zeitlose Charaktervorzüge, vor allem seine Menschenfreundlichkeit. Er war human, warm, glaubte an das Gute im Menschen. Das erhebt ihn über seine Fehler und sein Versagen. Juríks politischer Roman füllt eine Leerstelle, die professionelle Historiker schon längst hätten beseitigen sollen. Wie wir schon bei anderen Anlässen gesehen haben, fehlen uns leider Bücher, die sich auf vielschichtige Weise mit den zentralen Personen unserer Geschichte auseinandersetzen - ganz anders als in Ungarn, Tschechien, Polen. Daher fällt es den slowakischen Schriftstellern zu, die Lücken zu füllen, die unsere Wissenschaft, von den Massenmedien ganz zu schweigen, auch im letzten Vierteljahrhundert nicht zu schließen wusste. In diesem Sinn ist Juríks Roman sehr verdienstvoll und inspirierend. Er verdient die Aufmerksamkeit der Leser."

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Stand: 01.12.2020
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Der kurze Frühling des Alexander Dubcek
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"Alexander Dubcek ist zweifellos der berühmteste Slowake. Er ist untrennbar mit dem historischen Jahr 1968 verknüpft, das nicht nur unsere Geschichte, sondern die Geschichte Europas beeinflusst hat. Für meine Generation sind die Ereignisse der Jahre 1968 - 1969 nicht bloß Geschichte, sondern Teil unseres persönlichen Lebens. Ich selbst habe versucht, diese Zeit in einem autobiographischen Roman zu beschreiben. Der Prosaschriftsteller Lubo? Jurík hat sich nun der nicht einfachen Aufgabe gestellt, die Lebensgeschichte des Politikers Dubcek, der ja ursprünglich genau dem Klischee des eingefleischten kommunistischen Funktionärs entsprach, in ein Buch zu gießen. Jurík wählt dafür das literarische Genre des politischen Romans, in dem sich die Beschreibung der Fakten mit literarischer Fiktion überschneidet. Er konzipierte den Roman als Dubceks Erzählung in der ersten Person. Dubceks Dialogpartner ist der Arzt im Krankenhaus, in dem sich der Politiker nach seinem schweren Autounfall befindet. Dieser Arzt setzt Dubceks Meinungen seine eigene Stimme entgegen. Zweite Gesprächspartnerin ist eine Krankenschwester, die für die jüngere Generation steht. Sie weiß vom Jahr 1968 fast nichts und hat zu Dubceks Wirken keinerlei Beziehung. Dubceks Geschichte, mit dem Schlüsseljahr 1968, steckt voller Paradoxien und Widersprüche. Wie konnte aus dem professionellen kommunistischen Funktionär, geschult in der UdSSR, ein Verfechter der Demokratisierung und ein Symbol für den gesamtgesellschaftlichen Widerstand gegen das Diktat Moskaus werden? Wie konnte im Sommer 1968 dieser kommunistische Apparatschik die tschechische und slowakische Nation um sich einen, sodass ihn ein Teil der Kommunisten hasste und Millionen Nichtkommunisten unterstützten? Dubceks Aufstieg wies Züge auf, die sich von den Ereignissen in den anderen Satellitenstaaten (Ugarn 1956, Polen 1981) unterscheiden. Er wollte auf unblutigem Weg durch schrittweise Transformation Veränderungen von oben erreichen. Sicher spielten dabei auch die historischen Traditionen eine Rolle. Denn "von oben" kamen auch die Reformen Maria Theresias und Josefs II. Jurík beschreibt detailgenau den Machtkampf, den Dubcek und seine Leute an zwei Fronten führen mussten. Zum einen im Inneren der Partei, zum anderen mit der Moskauer Zentrale. Der Schatten des bewaffneten Einmarsches hing von Anfang an über Dubceks friedlicher und etwas naiver Vorstellung vom "Sozialismus mit menschlichem Antlitz". Bis heute drängen sich Fragen auf, ob man den Einmarsch hätte vermeiden oder wenigstens hinauszögern können, welche Rolle einige unüberlegte Aktionen der tschechischen liberalen Elite spielten usw. Jurík hat diese Ereignisse genau erfasst. Das Buch ist auch eine Chronik des Scheiterns, das sowohl auf den äußeren Druck als auf persönliche Eigenschaften zurückzuführen war. Wir lesen auch von Dubceks nichtöffentlichen Protestversuchen, von den Gründen, warum er die Charta 77 nicht unterschrieb hat, und wie sein Leben im Visier der Geheimpolizei aussah. Der letzte Teil des Buchs handelt von Dubceks Comeback nach dem November 1989, von seiner eigenartigen Beziehung zu Václav Havel, der Wiederbelebung der Sozialdemokratie und den triumphalen Auslandsreisen. Es ist auch ein Dokument der Ratlosigkeit, wenn der Kapitalismus alles niederwalzt und die Vision eines "dritten Weges" in weite Ferne rückt. Für viele in der Slowakei bleibt bis heute unbegreiflich, warum Dubcek sich so ablehnend zur Unabhängigkeit der Slowakei stellte. Auf kluge Weise vermittelt das Buch Dubceks zeitlose Charaktervorzüge, vor allem seine Menschenfreundlichkeit. Er war human, warm, glaubte an das Gute im Menschen. Das erhebt ihn über seine Fehler und sein Versagen. Juríks politischer Roman füllt eine Leerstelle, die professionelle Historiker schon längst hätten beseitigen sollen. Wie wir schon bei anderen Anlässen gesehen haben, fehlen uns leider Bücher, die sich auf vielschichtige Weise mit den zentralen Personen unserer Geschichte auseinandersetzen - ganz anders als in Ungarn, Tschechien, Polen. Daher fällt es den slowakischen Schriftstellern zu, die Lücken zu füllen, die unsere Wissenschaft, von den Massenmedien ganz zu schweigen, auch im letzten Vierteljahrhundert nicht zu schließen wusste. In diesem Sinn ist Juríks Roman sehr verdienstvoll und inspirierend. Er verdient die Aufmerksamkeit der Leser."

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