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Antonio Gramsci zur Einführung
13,90 € *
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Antonio Gramsci ist heute der nach Dante weltweit am meisten zitierte italienische Autor. 1926 als politischer Gegner des faschistischen Regimes verhaftet, brachte er im Gefängnis ein Werk von über zweitausend Druckseiten zu Papier. Diese sogenannten Gefängnishefte gehören zum Interessantesten, was im 20. Jahrhundert über Geschichte und Literatur, über Politik, Philosophie, Religion und Emanzipation geschrieben worden ist. Die vorliegende Einführung stellt sie in den Mittelpunkt, gibt aber auch Einblicke ins Frühwerk und die Biografi e des sardischen Denkers, Politikers und Mitbegründers der kommunistischen Partei. Zudem bietet der Band Ausblicke auf wissenschaftliche Felder wie Cultural Studies und Internationale Politische Ökonomie, für die Gramsci zum Anreger und modernen Klassiker geworden ist.

Anbieter: buecher
Stand: 05.08.2020
Zum Angebot
Gramsci lesen!
17,50 € *
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Herrschaft in kapitalistischen Gesellschaften basiert immer auch auf der Zustimmung der Herrschaftsunterworfenen. In Krisenzeiten finden verstärkte Kämpfe um den Konsens statt, die Zustimmung wird brüchig: das "Alte stirbt und das Neue kann nicht zur Welt kommen". Diese und andere Überlegungen des italienischen Marxisten Antonio Gramsci stoßen in der Krise des neoliberalen Kapitalismus auf verstärktes Interesse.Doch der Einstieg in Gramscis komplexe Denkbewegungen zu einer Erneuerung des marxistischen Denkens ist nicht mühelos. Unter den Bedingungen der Gefängnishaft im faschistischen Italien entstanden, sind die verstreuten Notizen der "Gefängnishefte" schwer zugänglich. Interessierte Menschen, die sich erstmals mit Gramsci im Original beschäftigen wollen, fühlen sich durch den fragmentarischen Charakter der umfassenden Gesamtausgabe zunächst abgeschreckt: Wo anfangen? Wie einsteigen?Es gibt im Deutschen bislang keine aktuelle und gut übersetzte Zusammenstellung zentraler Passagen für einen Einstieg in die thematische Bandbreite der "Gefängnishefte", nur diverse Sekundärliteratur. Der Argument Verlag schließt diese Lücke nun mit einem fundierten Einstiegsband, der zu einem attraktiven Preis breite Verwendung finden kann. Der Band soll die Hemmschwelle senken für an Gramsci Interessierte, die noch keinen Zugang zu seinem Werk haben: ohne Scheu ran ans Original! Er soll einen Eindruck der Vielfalt von Gramscis Denken vermitteln und dabei zugleich vereinseitigenden Lesarten vorbeugen (wie Gramsci als Kulturtheoretiker vs. Gramsci als Leninist). Die thematische Bandbreite der ausgewählten Textpassagen reicht von dem zentralen Begriff der Hegemonie über staatstheoretische Überlegungen zum "integralen Staat" und Gramscis Notizen zu "Intellektuellen" und "Alltagsverstand" bis hin zu Krise, Partei und der "Politik der Subalternen".Das hier zusammengestellte Material bietet Einzelpersonen, selbstorganisierten Lesekreisen oder institutionalisierten Lektürekursen eine hilfreiche, gut handhabbare Arbeitsgrundlage. Die dem Band vorangestellte "Gebrauchsanleitung" erläutert die getroffene Textauswahl, berichtet von bisherigen Erfahrungen mit der Lektüre und liefert einen inhaltlichen Überblick.

Anbieter: buecher
Stand: 05.08.2020
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Gramsci lesen!
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Herrschaft in kapitalistischen Gesellschaften basiert immer auch auf der Zustimmung der Herrschaftsunterworfenen. In Krisenzeiten finden verstärkte Kämpfe um den Konsens statt, die Zustimmung wird brüchig: das "Alte stirbt und das Neue kann nicht zur Welt kommen". Diese und andere Überlegungen des italienischen Marxisten Antonio Gramsci stoßen in der Krise des neoliberalen Kapitalismus auf verstärktes Interesse.Doch der Einstieg in Gramscis komplexe Denkbewegungen zu einer Erneuerung des marxistischen Denkens ist nicht mühelos. Unter den Bedingungen der Gefängnishaft im faschistischen Italien entstanden, sind die verstreuten Notizen der "Gefängnishefte" schwer zugänglich. Interessierte Menschen, die sich erstmals mit Gramsci im Original beschäftigen wollen, fühlen sich durch den fragmentarischen Charakter der umfassenden Gesamtausgabe zunächst abgeschreckt: Wo anfangen? Wie einsteigen?Es gibt im Deutschen bislang keine aktuelle und gut übersetzte Zusammenstellung zentraler Passagen für einen Einstieg in die thematische Bandbreite der "Gefängnishefte", nur diverse Sekundärliteratur. Der Argument Verlag schließt diese Lücke nun mit einem fundierten Einstiegsband, der zu einem attraktiven Preis breite Verwendung finden kann. Der Band soll die Hemmschwelle senken für an Gramsci Interessierte, die noch keinen Zugang zu seinem Werk haben: ohne Scheu ran ans Original! Er soll einen Eindruck der Vielfalt von Gramscis Denken vermitteln und dabei zugleich vereinseitigenden Lesarten vorbeugen (wie Gramsci als Kulturtheoretiker vs. Gramsci als Leninist). Die thematische Bandbreite der ausgewählten Textpassagen reicht von dem zentralen Begriff der Hegemonie über staatstheoretische Überlegungen zum "integralen Staat" und Gramscis Notizen zu "Intellektuellen" und "Alltagsverstand" bis hin zu Krise, Partei und der "Politik der Subalternen".Das hier zusammengestellte Material bietet Einzelpersonen, selbstorganisierten Lesekreisen oder institutionalisierten Lektürekursen eine hilfreiche, gut handhabbare Arbeitsgrundlage. Die dem Band vorangestellte "Gebrauchsanleitung" erläutert die getroffene Textauswahl, berichtet von bisherigen Erfahrungen mit der Lektüre und liefert einen inhaltlichen Überblick.

Anbieter: buecher
Stand: 05.08.2020
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Staat und Kapital
17,30 € *
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Neu editierte Ausgabe von zentralen Texten Johannes Agnolis, die erstmals 1975 unter dem Titel «Überlegungen zum bürgerlichen Staat» erschienen sind. Der Aufsatz «Der Staat des Kapitals», basierend auf einer Vorlesung an der Universität Turin, gilt als Schlüsseltext materialistischer Staatstheorie. Darin legt Johannes Agnoli in seiner Bestimmung des Verhältnisses von Staat und Kapitalismus schlüssig dar, warum linke Regierungen, die das Wirtschaftssystem unangetastet lassen, notwendig scheitern müssen. Er umreißt ein notwendiges Antidot gegen die in der linken Staatstheorie vorherrschende Interpretation der Gramsci-Poulantzas-Linie, die die linke Bewegung nur als Partei im Parlament verortet. Im Text «Klasse und Staat in Deutschland» erklärt Agnoli streikenden Fiat-Arbeitern die BRD und diskutiert anschließend in hochspannender Weise mit ihnen die politische Strategie. Der Text «Revolutionäre Strategie und Parlamentarismus» schließlich handelt vom «historischen Kompromiss» in Italien und sagt weitblickend dessen Scheitern voraus. In allen drei Aufsätzen stellt Agnoli Fragen, auf die die Linke tragischerweise auch 45 Jahre danach noch keine überzeugenden Antworten entwickelt hat.

Anbieter: buecher
Stand: 05.08.2020
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Was tun?
22,00 € *
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Als Althusser 1978 die alte, von Kant und Lenin geerbte Frage "Was tun?" aufgriff, sieht er sich nicht nur mit einer philosophischen Problemstellung konfrontiert: Er begreift die Frage in erster Linie als ein praktisches Problem, das sich nur ausgehend von einer "konkreten Analyse der konkreten Situation" lösen lässt. Um eine solche Analyse vorzubereiten, setzt sich Althusser mit dem herrschenden Geschichtsverständnis und den Dogmen des sogenannten Eurokommunismus auseinander.Im Gespräch mit Machiavelli, Gramsci, Spinoza und Marx skizziert Althusser ein Geschichtsdenken, das weder deterministisch noch historistisch ist - ein Denken, von dem er sich eine Antwort auf die Frage nach der Abwesenheit des revolutionären Subjekts verspricht. Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, sieht sich Althusser zu grundsätzlichen Reflexionen über die Rolle des Denkens und des Intellektuellen gezwungen. Die Selbstbestimmung der Philosophie und die scheinbar abstrakte Frage "Was ist Philosophie?" lassen sich für Althusser nicht vom Problem der Neuorientierung der Kommunistischen Partei und von den neuen Herausforderungen einer radikal veränderten Arbeiterklasse trennen.

Anbieter: buecher
Stand: 05.08.2020
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Staat und Kapital
16,80 € *
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Neu editierte Ausgabe von zentralen Texten Johannes Agnolis, die erstmals 1975 unter dem Titel «Überlegungen zum bürgerlichen Staat» erschienen sind. Der Aufsatz «Der Staat des Kapitals», basierend auf einer Vorlesung an der Universität Turin, gilt als Schlüsseltext materialistischer Staatstheorie. Darin legt Johannes Agnoli in seiner Bestimmung des Verhältnisses von Staat und Kapitalismus schlüssig dar, warum linke Regierungen, die das Wirtschaftssystem unangetastet lassen, notwendig scheitern müssen. Er umreißt ein notwendiges Antidot gegen die in der linken Staatstheorie vorherrschende Interpretation der Gramsci-Poulantzas-Linie, die die linke Bewegung nur als Partei im Parlament verortet. Im Text «Klasse und Staat in Deutschland» erklärt Agnoli streikenden Fiat-Arbeitern die BRD und diskutiert anschließend in hochspannender Weise mit ihnen die politische Strategie. Der Text «Revolutionäre Strategie und Parlamentarismus» schließlich handelt vom «historischen Kompromiss» in Italien und sagt weitblickend dessen Scheitern voraus. In allen drei Aufsätzen stellt Agnoli Fragen, auf die die Linke tragischerweise auch 45 Jahre danach noch keine überzeugenden Antworten entwickelt hat.

Anbieter: buecher
Stand: 05.08.2020
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Was tun?
22,00 € *
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Als Althusser 1978 die alte, von Kant und Lenin geerbte Frage "Was tun?" aufgriff, sieht er sich nicht nur mit einer philosophischen Problemstellung konfrontiert: Er begreift die Frage in erster Linie als ein praktisches Problem, das sich nur ausgehend von einer "konkreten Analyse der konkreten Situation" lösen lässt. Um eine solche Analyse vorzubereiten, setzt sich Althusser mit dem herrschenden Geschichtsverständnis und den Dogmen des sogenannten Eurokommunismus auseinander.Im Gespräch mit Machiavelli, Gramsci, Spinoza und Marx skizziert Althusser ein Geschichtsdenken, das weder deterministisch noch historistisch ist - ein Denken, von dem er sich eine Antwort auf die Frage nach der Abwesenheit des revolutionären Subjekts verspricht. Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, sieht sich Althusser zu grundsätzlichen Reflexionen über die Rolle des Denkens und des Intellektuellen gezwungen. Die Selbstbestimmung der Philosophie und die scheinbar abstrakte Frage "Was ist Philosophie?" lassen sich für Althusser nicht vom Problem der Neuorientierung der Kommunistischen Partei und von den neuen Herausforderungen einer radikal veränderten Arbeiterklasse trennen.

Anbieter: buecher
Stand: 05.08.2020
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Notausgang
9,20 € *
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Ignazio Silone (eigentlich Secondo Tranquilli) wurde am 01.05.1900 in einer Kleinbauernfamilie im Bergdorf Pescina in den Abruzzen geboren. Seine Kindheit war geprägt durch wirtschaftliche Not und soziale Spannungen. Früh entwickelte sich sein politisches Engagement: 1917 setzte er sich in Selbsthilfeorganisationen für die Verbesserung der sozialen Stellung der Landarbeiter ein. Ein Jahr später siedelte er nach Rom über, wo mit dem Anschluss an die sozialistische Bewegung seine politische Laufbahn begann. Diese Aktivitäten wurden bereits 1919 von der Polizei beobachtet, was ihn nicht daran hinderte, im folgenden Jahr mit Antonio Gramsci und Amadeo Bordiga die Kommunistische Partei Italiens (PCI) zu gründen. Als Mitglied des Zentralkomitees war er für internationale Kontakte zuständig. Im Jahr der faschistischen Machtübernahme 1922 wurde er in seiner Triestiner Redaktion verhaftet. Nach der Freilassung 1923 tauchte er endgültig in den Untergrund ab. Folgende Stationen waren Deutschland, Frankreich und Spanien; er kehrte jedoch 1925 nach Italien zurück. Zwei Jahre später in Moskau wurde er Zeuge der von Stalin durchgesetzten politischen Liquidierung von Trotzki und Sinowjew. Silones Protest dagegen markiert den Beginn seiner Entfremdung von der Kommunistischen Partei. 1929 begann seine ideologische Isolation, als sich die Führung des PCI in Moskautreue und -unabhängige spaltete; 1931 wurde er auf Druck der Kommunistischen Internationale aus der Partei ausgeschlossen. Die in der Schweiz erstmals veröffentlichten Romane konnten - da die dortigen Behörden eine Kompromittierung ihrer Neutralitätspolitik vermeiden wollten - in ihrer ursprünglichen Form nicht erscheinen; Textstellen, die als politisch brisant empfunden wurden, mußten abgemildert werden. Silone übte Kritik an der faschistischen Politik seiner Heimat und bezog zunehmend eine distanzierte Position gegen die diktatorische Führung der dem Widerstand verpflichteten Parteien. Nicht die Weltrevolution trieb ihn an, sondern die Liebe zu den Armen und Unterdrückten. Dies manifestiert sich auch in seinem Stil, der sich durch eine einfache, für breite Leserschichten verständliche Sprache auszeichnet. (Silone: "Was schließlich den Stil betrifft, so erscheint es mir als die höchste Weisheit, einfach zu sein."). Zeit seines Lebens blieb Silone jedoch ein Außenseiter, ein Fall "bitterer, fast tragischer Verkanntheit", wie Heinrich Böll einmal bemerkte. Nach der Befreiung Italiens im Oktober 1944 kehrte er nach Italien zurück, wo er aber unter den Intellektuellen nur schwer Fuß fassen konnte. Sein ideologiefeindliches, individualistisches Verständnis von Sozialismus isolierte ihn zunehmend gegenüber marxistischen Dogmatikern. Er forderte vielmehr eine Neubestimmung des sozialistischen Ideals als Utopie ein, die an zeitlose idealistische Werte und Ideale der christlich-abendländischen Traditon anknüpfen sollte. Verzicht auf Ideologie, Gedankenfreiheit der Mitglieder und eine hierarchieloseOrganisation waren ihm enorm wichtig. Mit seinem anti-ideologischen, freiheitlichen Programm stieß er jedoch auf wenig Resonanz. Zunehmend enttäuscht zog er sich von der Parteiarbeit zurück und widmete sich ab 1950 nur noch seinen literarischen Arbeiten. Am 22.08.1978 starb er in einer Genfer Klinik. Die enge Verbindung zwischen Leben, Politik und Werk ist kennzeichnend für diesen zutiefst menschlichen und engagierten Romancier. Dagmar Ploetz, die bekannte Gabriel García-Márques-Übersetzterin, arbeitet in ihrer (im April 2000 bei KiWi erschienenen) ausgezeichneten Monographie über Silone diese enge Verknüpfung von Vita, Zeitgeschichte und Werk heraus. Reinhold Joppich, vorzüglicher Silone-Interpret, hat Auszüge aus Silones Werk Wein und Brot gelesen, Musik: Antonella Sellerio. Diese CD ist im Hör-Verlag erhältlich. Auszeichnungen Silones (Auswahl): Ehrendoktor der Universität Yale (1966)Ehrendoktor der Universität Toulouse (1970)Gottfried - Keller - P

Anbieter: buecher
Stand: 05.08.2020
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Notausgang
8,90 € *
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Ignazio Silone (eigentlich Secondo Tranquilli) wurde am 01.05.1900 in einer Kleinbauernfamilie im Bergdorf Pescina in den Abruzzen geboren. Seine Kindheit war geprägt durch wirtschaftliche Not und soziale Spannungen. Früh entwickelte sich sein politisches Engagement: 1917 setzte er sich in Selbsthilfeorganisationen für die Verbesserung der sozialen Stellung der Landarbeiter ein. Ein Jahr später siedelte er nach Rom über, wo mit dem Anschluss an die sozialistische Bewegung seine politische Laufbahn begann. Diese Aktivitäten wurden bereits 1919 von der Polizei beobachtet, was ihn nicht daran hinderte, im folgenden Jahr mit Antonio Gramsci und Amadeo Bordiga die Kommunistische Partei Italiens (PCI) zu gründen. Als Mitglied des Zentralkomitees war er für internationale Kontakte zuständig. Im Jahr der faschistischen Machtübernahme 1922 wurde er in seiner Triestiner Redaktion verhaftet. Nach der Freilassung 1923 tauchte er endgültig in den Untergrund ab. Folgende Stationen waren Deutschland, Frankreich und Spanien; er kehrte jedoch 1925 nach Italien zurück. Zwei Jahre später in Moskau wurde er Zeuge der von Stalin durchgesetzten politischen Liquidierung von Trotzki und Sinowjew. Silones Protest dagegen markiert den Beginn seiner Entfremdung von der Kommunistischen Partei. 1929 begann seine ideologische Isolation, als sich die Führung des PCI in Moskautreue und -unabhängige spaltete; 1931 wurde er auf Druck der Kommunistischen Internationale aus der Partei ausgeschlossen. Die in der Schweiz erstmals veröffentlichten Romane konnten - da die dortigen Behörden eine Kompromittierung ihrer Neutralitätspolitik vermeiden wollten - in ihrer ursprünglichen Form nicht erscheinen; Textstellen, die als politisch brisant empfunden wurden, mußten abgemildert werden. Silone übte Kritik an der faschistischen Politik seiner Heimat und bezog zunehmend eine distanzierte Position gegen die diktatorische Führung der dem Widerstand verpflichteten Parteien. Nicht die Weltrevolution trieb ihn an, sondern die Liebe zu den Armen und Unterdrückten. Dies manifestiert sich auch in seinem Stil, der sich durch eine einfache, für breite Leserschichten verständliche Sprache auszeichnet. (Silone: "Was schließlich den Stil betrifft, so erscheint es mir als die höchste Weisheit, einfach zu sein."). Zeit seines Lebens blieb Silone jedoch ein Außenseiter, ein Fall "bitterer, fast tragischer Verkanntheit", wie Heinrich Böll einmal bemerkte. Nach der Befreiung Italiens im Oktober 1944 kehrte er nach Italien zurück, wo er aber unter den Intellektuellen nur schwer Fuß fassen konnte. Sein ideologiefeindliches, individualistisches Verständnis von Sozialismus isolierte ihn zunehmend gegenüber marxistischen Dogmatikern. Er forderte vielmehr eine Neubestimmung des sozialistischen Ideals als Utopie ein, die an zeitlose idealistische Werte und Ideale der christlich-abendländischen Traditon anknüpfen sollte. Verzicht auf Ideologie, Gedankenfreiheit der Mitglieder und eine hierarchieloseOrganisation waren ihm enorm wichtig. Mit seinem anti-ideologischen, freiheitlichen Programm stieß er jedoch auf wenig Resonanz. Zunehmend enttäuscht zog er sich von der Parteiarbeit zurück und widmete sich ab 1950 nur noch seinen literarischen Arbeiten. Am 22.08.1978 starb er in einer Genfer Klinik. Die enge Verbindung zwischen Leben, Politik und Werk ist kennzeichnend für diesen zutiefst menschlichen und engagierten Romancier. Dagmar Ploetz, die bekannte Gabriel García-Márques-Übersetzterin, arbeitet in ihrer (im April 2000 bei KiWi erschienenen) ausgezeichneten Monographie über Silone diese enge Verknüpfung von Vita, Zeitgeschichte und Werk heraus. Reinhold Joppich, vorzüglicher Silone-Interpret, hat Auszüge aus Silones Werk Wein und Brot gelesen, Musik: Antonella Sellerio. Diese CD ist im Hör-Verlag erhältlich. Auszeichnungen Silones (Auswahl): Ehrendoktor der Universität Yale (1966)Ehrendoktor der Universität Toulouse (1970)Gottfried - Keller - P

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